Mit Beginn des Schuljahres 2005/2006 gibt es jetzt auch an der KGS Kirchweyhe eine Schülerfirma, genannt „Die Anpacker“.
Ich freue mich immer wieder auf diese Stunden, weil so viel an Energie und Motivation zu spüren ist.
Wir führen an der KGS Kirchweyhe verschiedenste berufsvorbereitende Maßnahmen durch, die Schülerfirma ist eine davon. All das, was in der Berufswelt an Schlüsselqualifikationen so wichtig ist,
stellt sich in einer Schülerfirma allein durch die Aufgabenstellung fast wie von selbst ein, ohne dass der Lehrer es von außen besonders einfordern müsste:

  • Die Schüler müssen Eigeninitiative entwickeln, um Aufträge termingerecht abzuliefern.
  • Die Selbstverantwortung wird geschult, denn nicht der Lehrer liefert den Auftrag ab, sondern der Schüler übergibt „seinen Auftrag“ direkt an seinen Auftraggeber und hat die Qualität seiner Arbeit direkt vor ihm zu verantworten.
  • Die Teamfähigkeit wird gestärkt, da insbesondere größere Aufträge nur in der Gruppe zu erledigen sind.
  • Damit Arbeitsabläufe reibungslos funktionieren, ist Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit besonders wichtig, insbesondere deshalb, weil wir nur Unikate bauen,
    also keine wiederkehrenden Arbeitsabläufe haben.
  • Viele Aufträge stellen sich als komplizierter heraus als erwartet und dauern länger als geplant,
    d.h. Ausdauer und Frustrationstoleranz müssen immer wieder aufs Neue eingeübt werden.

Hier wird „handlungsorientiertes Lernen“ praktiziert. Die Erfolge in der Arbeit motivieren die Schüler in hohem Maße und tragen zu einer deutlichen Steigerung ihres Selbstwertgefühls bei. Schülerinnen und Schüler werden durch die Arbeit in einer Schülerfirma mit Kompetenzen ausgestattet, die es ihnen ermöglichen, aktiv und eigenverantwortlich an der Gestaltung ihrer eigenen und der gesellschaftlichen Zukunft mitzuwirken.

Unsere Schülerfirma hätte sich in der kurzen Zeit nicht so entwickeln können, wenn wir nicht Unterstützung von allen Seiten bekommen hätten. Unser Dank geht an: unsere Schulleitung, die Gesamtkonferenz, das Kollegium und die Elternschaft (die uns mit Aufträgen unterstützt haben),
unser Sekretariat, der Förderverein, die Gemeinde Weyhe, insbesondere der Wirtschaftsförderer, die Kreishandwerkerschaft, verschiedene ortsansässige Firmen und Institutionen, die Projektgruppe „Schülerfirmen“ des Landkreises Diepholz und nicht zuletzt der Fachberater und der Landeskoordinator des BLK-Programms Transfer-21 des Landes Niedersachsen.
Allen Unterstützern und natürlich „meinen Mitarbeitern“ möchte ich für die gute Zusammenarbeit herzlich danken.

André Liebegott
Fachbereichsleiter Arbeit/Wirtschaft-Technik
und Projektleiter der Schülerfirma